1. Einführung

Hier findet ihr die Tutorils zu SBSE2.0
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MaxT35
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1. Einführung

Beitrag von MaxT35 » Sa 25. Okt 2014, 14:14

Hi liebe Community,

Achtung! Langer Text (etwas weniger als 27.000 Zeichen)

es waren gut zweieinhalb Monate ohne Tutorials, doch endlich komme ich mal dazu Euch diese zu schreiben.
Zur Zeit gibt es leider keine englische Version. Das Ganze nochmal auf Englisch, etwas ausführlicher:

Hi Community,

you all have been waiting for about 2 months for the SBSE Tutorials, and finally they're here. But unfortunately, they're released just in German at the moment. I kindly request you to try to translate it with help of a translator, but as there will be many German words where I don't know the translation - and I think the translator also doesn't - I can't promise you that you'll understand everything. If there will be enough interest in English tutorials, we'll think again about that topic, but at the moment there are none planned as there's no English version of SBSE2.0.


So, und jetzt geht es los.

1. Einführung

1.1 Zentrale

Immer wenn wir von der Zentrale sprechen, meinen wir das Verwaltungsgebäude, das sich unweit vom Spielerstartpunkt befindet. Dieses nennen wir SSK-Zentrale oder eben kurz nur Zentrale (Anm.: SSK = Seilbahn St. Kathrin).
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Mit Hilfe des MapDoorTriggers können wir nun die Zentrale betreten.
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1.1.1 Lounge

Im Erdgeschoss der Zentrale befindet sich eine Lounge, die außerdem eine Couch, eine Bar und einen Getränkeautomaten (ohne Funktion) besitzt. Außerdem könnt Ihr hier Verhandlungen mit dem Händler abschließen (= hier befindet sich ein Shop-Trigger). Rechts vom Eingang befindet sich noch eine Tür. Was dort drin ist - probiert es aus! ;)

1.1.2 Geschäftsleitung

Gehen wir nun die Treppe nach oben, sehen wir zunächst drei Türen vor uns.
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Im linken Raum sitzt der Geschäftsführer - dieser Raum hat für das Spiel keine Bedeutung und ist nur eine Deko.
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1.1.3 Funkzentrale

Rechts nebenan gibt es einen Raum, der einen PC-Arbeitsplatz und die Funkzentrale beinhaltet. Er dient der Koordination der Fahrzeuge - allerdings hat das Funkgerät hier keine Funktion. Dennoch hat der Raum eine Funktion - eigentlich. Von hier aus lässt sich die Windenwarnleuchte gebietsweit ein- und ausschalten - wenn der Fehler dann mal behoben ist.
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1.1.4 Seminar- und Besprechungsraum

Wiederum eine Tür weiter rechts gibt es einen Raum, der als Seminarraum gedacht ist. Hier befinden sich einige Sitzplätze. Der Raum ist hauptsächlich dazu gedacht, wenn Ihr Euch im Multiplayer mal trefft, und hat ansonsten keine Funktion. Vorne gibt es eine Leinwand, derzeit (noch?) ohne Funktion. ;)
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1.1.5 Webcams

Wenn wir nun die Treppe hinauflaufen und uns dann nach rechts drehen, erblicken wir noch einmal drei weitere Türen.
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Öffnen wir die linke Tür, gelangen wir in einen leeren Raum. Wir stellen uns in Raummitte hin und drücken die Taste R.
Anschließend verändert sich das Bild:
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Hier gibt es also die Webcams. Die Steuerung ist glaube ich Pfeil rauf und Pfeil runter, die weiß ich leider nicht mehr aus dem Kopf, weil es intern eine neuere Version mit geänderter Belegung gibt - die wird gemeinsam mit dem Windenwarnlichtfehler irgendwann mal released.
Achja, fast vergessen: Raus kommt Ihr mit Taste U.
Anmerkung: Im Multiplayer kann immer nur einer die Webcams benutzen.

1.1.6 Pistentafeln
Eine Tür weiter rechts befindet sich wieder ein leerer Raum. Geht man aber in Raummitte und drückt die Taste R, so erscheint folgender Bildschirm:
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Dieser ist momentan vollgepackt mit Fehlermeldungen. Der Grund dafür ist uns bekannt und auch das wird gemeinsam mit dem Windenwarnlicht und dem Webcamscript in einer neuen Version geändert. Dennoch funktioniert diese Funktion. Ihr erkennt am Text:
Missing PISTENPLAN_7stkpiste07 in l10n_de.xml
Um was es sich handelt. Anschließend einfach links auf das Häkchen drücken, und:
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Anschließend ist diese Anzeige auf allen Pistentafeln im gesamten Gebiet geändert.

Zum Schließen des HUDs gewohnt Euch bitte die R-Taste an. In Zukunft wird die Spielerfigur beim Bedienen des HUDs gesperrt, sodass der Fehler mit dem Mauszeiger bei einigen Personen nicht mehr auftreten sollte. Auch diese Neuerung wird irgendwann mal released, mit all den anderen die ich schon angekündigt habe.

1.1.7 Betriebsleiter und Pistenchef

Jetzt kommen wir zum letzen Raum. In diesem befinden sich zwei Arbeitsplätze direkt gegenüber. Hier habe ich jetzt leider kein Bild. Auf der rechten Seite befindet sich der Arbeitsplatz des Pistenchefs, auf der linken Seite der Arbeitsplatz des Seilbahn-Betriebsleiters. Gehen wir nun näher zum Seilbahnbetriebsleiter, so öffnet sich ein weißes HUD.

1.2 Globale Steuerung

Damit wären wir schon bei SBSE. Das andere war jetzt nur ein kurzer Ausflug in die Zentrale, jetzt sind wir beim eigentlichen Thema angekommen.
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Oben steht zwar "Version 2.0.0 TV", das TV (=Testversion) darf uns nicht weiter stören, das wurde unsererseits vergessen vor dem Release zu entfernen.

Also, wir haben hier jetzt alle Lifte aufgelistet. Um nähere Details über einen Lift kennen zu lernen, können wir einfach auf "Details ansehen" klicken. In meinem Beispiel nehme ich jetzt mal die Fichtenwaldbahn I, da wir diese im nächsten Kapitel dann beschicken werden.

1.2.1 Details-Bildschirm

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Wir sehen hier die aktuelle Geschwindigkeit der Anlage (0 m/s). Da es zur Zeit erst um 8:02 Uhr ist, ist die Bahn natürlich noch nicht in Betrieb.
Eine Zeile darunter sehen wir die Vsoll, diese lässt sich einerseits in der Antriebsstation der Anlage einstellen, andererseits aber eben auch von hier aus. Das hat den Hintergrund, dass beim Vorbild oftmals die Geschwindigkeit von der Betriebsleitung je nach Besucherzahl bestimmt wird. Nach dem Laden des Spielstandes ist die Vsoll üblicherweise genauso hoch wie die Vmax eingestellt.
Die Vmax schließlich gibt die Maximalgeschwindigkeit an. Wir haben bei STK sämtliche Bahnen mit Ausnahme der Starzalmbahn und des Kinderlandlifts auf Maximum dimensioniert, sprich die höchste Geschwindigkeit, die verfügbar ist. Das ist:
  • bei CLDs und CLD/Bs (kuppelbare Sesselbahnen mit/ohne Haube): 5 m/s
  • bei MGDs (kuppelbare Kabinenbahnen): 6 m/s
  • bei CGDs (kuppelbare Kombibahnen): 5 m/s
  • bei CLFs (fixe Sessellifte): 2 m/s
  • bei 1-CLFs (fixe Einersessellifte): 2,25 m/s
(Angaben ohne Gewähr, ich glaube zumindest dass die so konfiguriert sind)
Die Starzalmbahn ist auf lediglich 5 m/s ausgelegt und hat außerdem einen sehr hohen Kabinenabstand.
Auch die Fichtenwaldbahn hat einen relativ hohen Kabinenabstand, dieser liegt um die 100 m herum.
Alle anderen Kabinenbahnen haben einen Abstand von 60 m, dieser ist mäßig hoch und bei vielen Vorbildbahnen auch der Fall.
Alle Sesselbahnen haben einen Abstand von 45 m (Nordwandbahn bin ich mir gerade nicht sicher).
Die Kombibahn schließlich hat einen Abstand von 60 m.
Alle Angaben beziehen sich ausschließlich auf St. Kathrin! In künftigen Maps variieren Maximalgeschwindigkeit und v.a. Abstand mehr.

Wieder zurück zu unserem Detailbildschirm. Unten sehen wir den Schriftzug: "Status: Anlage ist garagiert"
Diese Zeile gibt den aktuellen Zustand der Anlage an, aber nur den, der dem PC bekannt ist. Wenn der Spieler in der Zwischenzeit irgendwelche Aktionen an der Bahn selbst durchführt, erkennt der Computer dies nicht. Ist die Bahn z.B. vom Spieler garagiert worden und der Spieler hat den Betrieb nicht übernommen, wird der PC den Garagiervorgang stören oder gar komplett versauen, da z.B. auch Weichen geschaltet werden. Der PC hat seine (je nach Bahn) 30 bis 60 Anweisungen, die er der Reihe nach mit immer dem selben Timing ausführt, und auf mehr achtet er nicht. Eine "wirkliche" AI gibt es also nicht.

Andere Zustände können sein: "Bahn wird beschickt", "Bahn wird in Kürze garagiert", "Bahn wird garagiert". Bei fixen Liften sind die Zustände anders, die fallen mir grad aus dem Kopf nicht ein - die sind aber selbsterklärend.
Rechts gibt es schließlich noch zwei Knöpfe, die der Spieler bedienen kann.

1.2.2 Andere Station

Hier gibt es einen Knopf "Andere Station". Dieser ist standardmäßig auf "Computer" geschalten, kann aber auf "Spieler" geschalten werden.
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Was passiert nun, wenn wir die andere Station auf Spieler schalten? Standardmäßig denkt SBSE für die zweite Station, also die, in der sich der Spieler nicht befindet, mit. So lange der Spieler keinen Steuerungstrigger der Anlage betreten hat und in der Zentrale nichts umgestellt hat, befindet sich die Bahn im AI-Modus - das heißt, der Computer übernimmt das Beschicken, das Garagieren und die Steuerung der Anlage. Bleiben wir mal beim Beispiel der Fichtenwaldbahn. Betritt der Spieler jetzt in der Mittelstation den Kommandoraum, schaltet sich SBSE in einem Modus, in dem es für die Talstation besonders mitdenkt. Das bedeutet, wenn der Spieler in der Mittelstation jetzt die Talstation auf unbesetzt schaltet, dann schaltet der PC sich in der Talstation selbst auf unbesetzt. Umgekehrt natürlich genauso. Selbiges gilt (wie ich erfahren habe, fehlerhafterweise) genauso für den Mit/Ohne Fahrgäste-Schalter. Dieser muss sich in beiden Stationen in genau der selben Stellung befinden, ansonsten ertönt bei einem Anfahrversuch die Hupe (wie dies beim Vorbild ist weiß ich nicht, wir haben uns jedenfalls entschieden die Hupe dafür einzusetzen, den Spieler auf ein Fehlverhalten aufmerksam zu machen).

Also: Wenn wir die andere Station auf "Spieler" schalten wollen, müssen wir immer zur jeweils anderen Station laufen/fahren, um dort die Bedienelemente in die selbe Stellung zu bringen, oder aber um die Bahn anzufahren. Da man das im Normalfall (ausgenommen wenn irgendwann mal die MP-Synchro kommen sollte, wovon ich nicht ausgehe) nicht braucht, lassen wir den Knopf schön auf "Computer". Wenn er falsch steht, einfach nochmal drauf klicken.

1.2.3 Betriebsleitung

Und jetzt wird es interessant. Wir können nämlich analog zu SBSE 1.0 die Betriebsleitung übernehmen. Was jedoch geändert wurde: Wir können die AI befehligen, wenn wir die Betriebsleitung übernommen haben - sprich selber entscheiden, welche Anlage wir wann beschicken bzw. garagieren wollen. Bei fixen Anlagen können wir entscheiden, ob sie stehen sollen oder sich in Betrieb befinden sollen. Dies ist ebenfalls bei der Weißkogelbahn möglich, das liegt am Nachtbetrieb (Anmerkung nebenbei: Beim Nachtbetrieb fährt die Weißkogelbahn lediglich mit 4 m/s, aus diesem Grund fährt sie nach einem Anhalten über die globale Steuerung ebenfalls mit nur 4 m/s weiter. Wie wir aber oben gelernt haben, können wir die Vsoll beeinflussen und die Bahn somit wieder auf Wunschgeschwindigkeit - z.B. 4,5-4,7 m/s - beschleunigen.).

Drücken wir also auf den Button, so erscheinen je nach Bahn 2 Buttons oben, 2 Buttons unten oder alle 4.
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Man kann damit einfach die AI bedienen und ihr sagen, was sie tun soll. So weit, so gut. Doch das ganze hat einen Vorteil und einen riesigen Nachteil. Zunächst der Vorteil: Wenn die Betriebsleitung morgens beim Computer liegt, beschickt dieser ganz normal. Wollt Ihr dann gegen 14:00 garagieren, könnt Ihr einfach die Betriebsleitung übernehmen und auf "Garagieren" drücken. Der PC garagiert im Anschluss, der Zustand der Anlage wird auf "Garagieren" gesetzt.
Der Nachteil:
Wenn Ihr jetzt das selbe macht, aber am Nachmittag nicht über den Knopf garagiert, sondern die Schritte selber ausführt, erkennt die Bahn das nicht, dass sie garagiert wurde. Der PC hat dann immer noch die Information "ich wurde beschickt". Wenn Ihr also jetzt gegen 14:00 die Betriebsleitung übernehmt, die Bahn händisch garagiert, und im Anschluss, so gegen 15:00, die Betriebsleitung wieder an den PC übergibt, denkt dieser, dass die Bahn nach wie vor beschickt ist, und fährt dann gegen 16:00 - oder wann die Bahn halt garagiert wird - nochmal los, oder wartet in einer Endlosschleife, wenn keine FBMs mehr auf der Bahn sind.
Selbiges passiert, wenn Ihr die Betriebsleitung erst morgens wieder abgibt, dann denkt der PC, dass er die gesamte Nacht beschickt war. Morgens soll er dann wieder beschicken, ist aber noch vom Vortag beschickt. Also fährt er nicht los und garagiert dann gegen 16:00 - selbige Situation wie am Vortag, wenn wir die Betriebsleitung schon früher abgegeben hätten.
Das Problem lässt sich ganz einfach umgehen, man muss nur aufmerksam sein. Man behält die Betriebsführung bis morgens bei und klickt anschließend auf "Beschicken". Der PC führt also nun seine Schritte aus, ohne zu kontrollieren, ob die Bahn zur Zeit beschickt ist oder nicht. Im Anschluss setzt er die Bahn auf den Status "beschickt". So weit, so gut. Doch auch hier gibt es einen Nachteil: Überzeugt Euch immer davon, dass Ihr das richtige drückt und dass die Bahn im ordnungsgemäßen Zustand ist, ansonsten wird Euch der PC da was zerschießen. Also niemals unter dem Betrieb zum Spaß "Beschicken" drücken, da kann echt was daneben laufen! Da wir aber (in diesem Fall zum Glück) noch nicht speichern, ist das noch nicht soo tragisch.

1.2.4 Anfänger-Profi

Das hat jetzt nichts mehr mit der Detailansicht zu tun. Rechts oben seht ihr einen Schriftzug "Profi". Hier könnt Ihr den Schwierigkeitsgrad zwischen "Anfänger" oder "Profi" wählen. Wir wollen natürlich alles vorbildlich machen (soweit SBSE das zulässt) und wählen "Profi". Obwohl: der Schwierigkeitsgrad ist in der aktuellen SBSE Version noch nicht wirklich von Bedeutung. Der einzige Unterschied zwischen Anfänger und Profi besteht darin, dass einige unwichtige Knöpfe ausgeblendet werden und automatisch beide Stationen besetzt sowie die Fahrgäste eingeschaltet sind.

Damit hätten wir die globale Steuerung erklärt und es geht an die Praxis!

1.3 Praktische Bedienung

Und zwar nehmen wir dafür einen fixen Sessellift: Den Übungslift - passender Name.
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Zunächst noch etwas trockene Theorie, aber bald geht es an die Praxis.

1.3.1 Bedienung

Wie bedienen wir nun die Bahn? Auf obigem Bild sehen wir die Umlenkstation, den Einstieg, und ein paar Sessel.
Außerdem gibt es links, nahe dem gelben Trigger, fast in der Wand, so eine kleine "Konsole" - ein Bedienpult eben. Wir haben momentan immer pro Station 2 platziert (Ausnahme: Fichtenwaldbahn Mitte, hier sind 4 Bedienpulte). Auch das wird in Zukunft variieren, zudem planen wir andere Varianten mit v.a. weniger Elementen, und wenn unsere Stationen vielleicht irgendwann begehbar werden auch Sicherheitsschalter. Zurück zum Thema.

Wie Ihr Euch vielleicht erinnern könnt - vorausgesetzt Ihr spielt schon so lange SRS mit SBSE und STK - konnte man in SBSE1.0 die Bahnen nur aus dem Kommandoraum bedienen. Das ist natürlich nach wie vor möglich. Wir kennen nun also pro Station 3 Bedienpunkte (2 Bedienpulte und 1 Kommandoraum).

Moment mal, ich bin im Kommandoraum, aber ich sehe nichts? In dieser Version haben wir es leicht geändert - ihr könnt nur noch, wenn Ihr nahe dem Schaltschrank seid, die Bahn bedienen. Also einfach an den Schaltschrank ranstellen und los geht's.

Doch es gibt noch eine Möglichkeit in manchen Stationen: Es gibt nämlich bei allen kuppelbaren Anlagen, die einen Bahnhof besitzen (ausgenommen Lange Starz und Lange Wand Bahn) einen eigenen Schaltschrank im Bahnhof. Dieser wurde noch nicht nachgebildet, befindet sich aber jeweils links nach der Bahnhofszufahrt im Bahnhof. Bei der Fichtenwaldbahn gibt es da keine so eindeutige Ecke, da erkläre ich Euch das später noch.

Und auch hier haben wir noch eine Kleinigkeit übersehen. Bei einigen Bahnen (Weißkogelbahn, Neuriethbahn, Kurze Starz, Nordwandbahn, Sonnenbahn, Fichtenwaldbahn I) gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Dazu kommen wir später.

Ich fasse zusammen: Wir kennen jetzt bis zu 4 Möglichkeiten: Kommandoraum, 2 Steuerpulte und Bahnhof-Schaltschrank. Nicht bei allen kann man das selbe steuern - das werdet Ihr schnell merken. Wie kann man steuern? Nun, mit einer Ausnahme (die Kleinigkeit von oben) steuern wir jetzt alles über die Maus. Für alle, bei denen das noch nicht geht: Ihr könnt jetzt leider noch nicht mitmachen, wir haben leider immer noch keine Lösung für das Problem. Versucht mal den Patch zu installieren, bei einem Mitglied ging es danach - aber das weiß ich leider nicht, ich habe den Fehler nicht.

1.3.2 Korrekte Bedienung einer Seilbahn

Noch etwas Theorie, gleich sind wir durch! Nur das muss jetzt sein.

Wo fangen wir jetzt an? Nun, beginnen wir mal mit den absoluten Basics.

1.3.2.1 Anfahren einer Anlage (Anwurf-Fertig-Abfahrt)

Wenn wir eine Bahn anfahren möchten, müssen wir zunächst wissen, ob beide Stationen bereit sind. Machen wir mal einen kleinen Exkurs zum Vorbild. Angenommen, die Antriebsstation hat einen Halt verursacht. Also drückt die AS (= Antriebsstation) auf Anwurf. Die GS (= Gegenstation) drückt nun auf Fertig. Dann fährt die AS mit Abfahrt los. Es ertönt ein Klingelton, und die Bahn setzt sich kurze Zeit später in Bewegung.
Wenn die GS einen Halt verursacht, muss die GS mit Anwurf quittieren. Anschließend drückt die AS Anwurf und die GS Fertig, dann fährt die AS wieder mit Abfahrt weg. Im Prinzip also ganz einfach. Bei SBSE müssen wir nicht quittieren, wenn die Bahn von der GS aus angehalten wurde - das wurde in der V2.0 irrtümlich nicht programmiert und wird später korrigiert.

1.3.2.2 Bremssysteme

Wie halten wir nun an? Dafür gibt es drei Bremsen:
  • Der Motor wird langsamer
  • Betriebsbremse (BB): Diese besteht je nach Bahntyp aus mehreren Backen und wirkt üblicherweise auf die Welle zwischen Motor und Getriebe. Bei einigen Anlagen wirkt sie aber auch direkt auf die Umlenkscheibe.
  • Sicherheitsbremse (SB): Nicht bei Schleppliften. Sie ist technisch gleich wie die Betriebsbremse aufgebaut, dazu aber redundant ausgeführt.
1.3.2.3 Bremsen

Jetzt wissen wir, womit wir bremsen können. Und wie machen wir das dann tatsächlich? Und zwar so. Wir drücken auf eine der folgenden 5 Knöpfe, dann hält die Bahn unterschiedlich "scharf" an.
  • Halt: Die Motorbremse wird aktiviert, ab 0,3 m/s fällt die BB ein.
  • Halt BB: Die Motorbremse wird aktiviert, die BB fällt sofort ein.
  • Halt SB: Die Motorbremse wird aktiviert, die SB fällt sofort ein.
  • Gefahraus: Die Motorbremse wird aktiviert, BB und SB fallen sofort ein.
  • Gefahraus 2: Die Motorbremse wird aktiviert, BB und SB fallen über das 2. Ventil sofort ein. Diesen Taster gibt es nur bei älteren Bahnen in der AS (bei uns gibt es sie auch bei neueren Bahnen, das wird in Zukunft geändert). Bei SBSE ist die Funktionalität identisch mit Gefahraus, da es keine Ventile gibt, die kaputt gehen könnten. Wer weiß, was in der Zukunft noch kommt ;)
1.3.2.4 Langsam fahren

Bisher können wir zwei unterschiedliche Tätigkeiten: Die Bahn anfahren und wieder zum Stillstand bringen. Nun geht es um die Geschwindigkeitssteuerung. Um die Bahn "mal eben schnell" langsamer zu schalten, kann man mit einem Knebelschalter die Bahn auf N, L1 oder L2 schalten. Bei einer Bahn mit der Fahrgeschwindigkeit von 6 m/s ist L1 üblicherweise 3 m/s und L2 1,5 m/s. Wie die Werte genau sind, könnt Ihr gerne selber rausfinden. ;)

Wichtig! Der Zustand dieses Knopfes wird nicht an allen Bedienpulten synchronisiert, sondern ist bei jedem Bedienpult anders. Wenn Ihr also die Bahn einmal versehentlich beim Beschicken im Bahnhof auf L1 schaltet, könnt Ihr hinterher beim Normalbetrieb nicht schneller als 3 m/s fahren. Da müsst Ihr dann suchen, wo Ihr die Bahn langsamer geschaltet habt, um genau bei diesem Bedienpult dann wieder auf N zu stellen.

1.3.2.5 Vsoll

Es gibt auch noch eine zweite Möglichkeit. Diese habe ich vorhin in der Globalen Steuerung bereits angesprochen. In der Antriebsstation (ich bin mir grad gar nicht sicher ob das in STK richtig konfiguriert ist, ich glaube nämlich nicht, es dürfte immer die Talstation sein ?!?) kann man die Nenngeschwindigkeit auf 0,1 m/s genau rauf und runter stellen. Die Bahn fährt entsprechend langsamer.
Was ist jetzt, wenn ich bei einer Vmax von 6 m/s die Vsoll auf 5 m/s stelle, fährt dann L1 immer noch mit 3 m/s? Leider nein. Hier liegt ein Fehler von SBSE - da wird L1 proportional zur Vsoll langsamer. Das wird in einer späteren Version behoben werden.

1.3.2.6 CIS

Was ist dieser schwarze Knopf CIS? Er ist bei fast jeder Bahn, und in der Station, in der man ihn drückt, bewirkt er nichts?!? Stimmt soweit. CIS bedeutet "Cable indicated system", ist das selbe wie WPA "Wagenpositionsanzeige" und das selbe wie Fzg.-Markierung. Es handelt sich dabei und die Fahrbetriebsmittelmarkierung. Das nächste Fahrbetriebsmittel, das die Beschleunigungsstrecke bei kuppelbaren Anlagen bzw. die Stolperrolle bei fixen Anlagen überfährt, wird markiert und löst in der entsprechenden Position in der anderen Station einen abschwellenden, einige Sekunden langen Ton aus.

1.3.2.7 Hupenquittierung

Seilbahnen haben beim Vorbild eine Hupe, die bei dringenden Fehlern ertönt - z.B. bei Wind. Bei SBSE gibt es keinen Wind, aber dennoch eine Hupe - und in jeder Station einen Knopf "Hupenquittierung". Die Hupe hört sich so ähnlich an wie eine Sirene (unüberhörbar, wer sie unbedingt hören will: SBSE kurz aus dem Modsordner entfernen und zur Bergstation des Übungsliftes fahren).

SBSE lässt die Hupe nur dann ertönen, wenn der Spieler einen Fehler gemacht hat, das sind vor allem folgende 3 Fehler (was das heißt, lernen wir noch):
  • Fahrgäste auf Stellung 0
  • Fahrgäste: Stellung in den Stationen unterschiedlich
  • Station besetzt: Stellung in den Stationen unterschiedlich
Die Hupe ertönt, sobald der Spieler versucht loszufahren, obwohl er einen Fehler gemacht hat. Beim Vorbild kommt er nichtmal so weit - da könnte man nichtmal "Anwurf" drücken. Nun, das wird vielleicht noch geändert - SBSE hat ja immer einen stetigen Fortschritt von Version zu Version.

Sobald die Hupe ertönt ist, können wir den Knopf "Hupenquittierung" betätigen, und die Hupe hört wieder auf.

1.3.2.8 Station besetzt

Nun, was ist jetzt, wenn wir eine Bahn morgens beschicken möchten, und in der Bergstation noch niemand ist? Bei SBSE1.0 war in beiden Stationen immer der PC anwesend, der dann Anwurf-Abfahrt resp. Fertig gedrückt hätte. Aber beim Vorbild - wer drückt uns da diesen Knopf? Muss da immer jemand mit dem Skidoo um 7:00 morgens rauffahren? Nein.

Und zwar kann der Stationsbedienstete, wenn keine Fahrgäste in der Bahn sind, die Station auf "unbesetzt" schalten. Bei SBSE ist es dann nach wie vor möglich anzuhalten, aber losfahren kann man nicht mehr - das muss dann der Bedienstete in der besetzten Station machen. Bei fixen Anlagen machen wir bei SBSE von diesem Feature noch keinen Gebrauch - bei kuppelbaren Anlagen sehr wohl.

Das hat aber auch Einfluss auf das Losfahren: Statt ggf. GS-Anwurf und dann AS-Anwurf, GS-Fertig und AS-Anwurf gibt es:
Bei besetzer GS: GS-Anwurf, GS-Fertig, GS-Abfahrt
Bei besetzter AS: AS-Anwurf, AS-Fertig

So einfach. Wie wir oben bereits gelernt haben, müssen die Taster "Station besetzt" in beiden Stationen auf der gleichen Stellung sein. Sprich in der AS "Station unbesetzt" und in der GS "Andere Station unbesetzt" - Anschließend kann die GS die Bahn alleine steuern. Eigentlich einfach.

Anmerkung: Mit einer unbesetzten Station kann man nur 3 m/s fahren, bei Kabinenbahnen sind es glaube ich 5 m/s.

1.3.2.9 Fahrgäste

Nun kommen wir zum nächsten wichtigen Feature. Bei SBSE ist das insbesondere für die Kontrolle der Zustiegsschranken und des Bubbleöffnens zuständig.

Es gibt 3 Stellungen.
In der Stellung "ohne" dürfen wir nicht mit Fahrgästen fahren. Aus diesem Grund öffnen sich die Bubbles in den Stationen nicht (Türen glaube ich schon). Auch die Einstiegseinteiler öffnen sich nicht.
In der Stellung "0" dürfen wir nicht fahren.
In der Stellung "mit" öffnen sich die Bubbles (sofern die Öffnungsschiene aktiviert ist) und die Einstiegseinteiler. Beim Vorbild wären letztere noch mit einer Lichtschranke gekoppelt, dies ist bei SBSE weggelassen worden, da noch keine Passagiere simuliert werden.

1.3.2.10 Regulierstrecke 1/0

Damit kann man die Regulierstrecke bei kuppelbaren Anlagen ein- und ausschalten. Diese sorgt für den korrekten Abstand der Fahrbetriebsmittel zueinander respektive für den korrekten Mindestabstand (Unsere Regulierstrecke kann die Kabinen momentan noch nicht beschleunigen, dies wird eventuell später nachgeholt)

1.3.2.11 Bilder

Schaltschrank in der AS einer fixen Seilbahn.
Bild

Einstiegsschranken geschlossen:
Bild

Einstiegsschranken geöffnet:
Bild

Diese rote Lampe zeigt an, dass die Bahn bremst oder steht:
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Jetzt fährt die Anlage:
Bild

1.3.2.11 Mitfahren

Wir stellen uns in den Einstiegsbereich...
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... und drücken rechtzeitig die Taste H.
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Zum Aussteigen drücken wir schließlich U.
Bild

1.4 Ausblick auf Kapitel 2

Wir bitten um Feedback! Bei Fragen: Bitte einfach schreiben.
Im nächsten Kapitel geht es um:
  • Beschicken einer kuppelbaren Anlage
  • Steuerung eines Bahnhofs
  • Bedienelemente einer kuppelbaren Anlage
Mit freundlichen Grüßen,
MaxT35

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Skiliftfahrer
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Re: 1. Einführung

Beitrag von Skiliftfahrer » Do 28. Mai 2015, 09:53

Toll! Danke :D, wusste vohher garnicht dass man sogar die Tafel mit geöffneten/geschlossenen anlagen bearbeiten kann :), Tolle Funktion!

Danke :)

The Beckhove
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Re: 1. Einführung

Beitrag von The Beckhove » Fr 28. Jun 2019, 16:52

Mit welcher Taste kann man die Hupe für Pistenraupen erklingen lassen?

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Paulchen
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Re: 1. Einführung

Beitrag von Paulchen » Fr 28. Jun 2019, 22:48

0, ansonsten schau dir doch mal die Funktion an die man mit Numpad-0 sehen kann an.
Mit freundlichen Grüßen,
paulchen

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